Pentax K-1 greift an

Der hart umkämpfte DSLR-Markt wird weiter aufgemischt. Jetzt kommt Ricoh mit der Pentax K-1 ins Gespräch. Eine Vollformat DSLR Kamera mit 36 Megapixeln, die bei einem Preis von rund 1.999 Euro schon fast ein Schnäppchen ist. Eine Auflösung in der Größenordnung liefern sonst nur die Profimodelle von Canon, Sony oder Nikon zu einem saftigen Preis. Aber auch unabhängig von der Sensorgröße kann die K-1 durchaus mithalten. Der Verschluss soll mindestens 300.000 Auslösungen standhalten und die kürzeste Verschlusszeit wird mit 1/8000s angegeben. Die Empfindlichkeit des Sensors lässt sich bis auf ISO 204.800 ausreizen. Der bewegliche Sensor dient auch zur Bildstabilisierung und kann über fünf Achsen bis zu fünf Blendenstufen kompensieren. Die K-1 arbeitet ohne optischen Tiefpassfilter, der hier aber bei Bedarf simuliert werden kann.
Wenn man den Daten des Herstellers glauben kann, dann kann die K-1 4,4 Bilder pro Sekunde verarbeiten und speichert so im Vollformat als JPG-Datei maximal 70 Bilder, im RAW Format bis zu 17 Bilder. Besonderes Feature ist nicht nur der klapp- und schwenkbare 3,2″ Monitor mit 1,04 Millionen Punkten, sondern auch der Pixel-Shift-Resolution-Modus. Dieser besondere Aufnahmemodus ist schon von der Pentax K-3II bekannt und scheint sich bewährt zu haben. Der Sensor wird hierbei jeweils um ein Pixel nach links, rechts, oben und unten verschoben. So werden pro Pixel rote, grüne und blaue Farbinformationen aufgenommen, die wie sonst üblich aus Nachbarpixeln mit Qualitätsverlust interpoliert würden. Der Pixel-Shift-Resolution-Mode sollte allerdings nur mit einem Stativ angewendet werden. Resultat ist eine höhere Schärfe, weniger Rauschen und eine verbesserte Farbdarstellung.
Eine Spezialität der Kamera dürfte die Astrotracer-Funktion sein, über die sich Astrofotografie-Liebhaber sicher freuen. Pentax verspricht für Langzeitaufnahmen des Sternenhimmels eine Nachführautomatik der Erdrotation. Der Sensor gleicht bei der Langzeitbelichtung die Bewegung der Erde aus und lässt die Sterne so als Punkte und nicht als Striche auf dem Foto erscheinen. Mit einem Weitwinkelobjektiv können so je nach Standort bis zu fünf Minuten Belichtungszeit ausgeglichen werden.
Weitere Ausstattungsmerkmale sind die integrierten WLAN – und GPS – Module, welche heutzutage kaum noch wegzudenken sind, aber in der Kombination noch nicht häufig angeboten werden. Hilfreich und sinnvoll sind bei Dunkelheit auch das beleuchtete Kamerabajonett, SD-Kartenfach, die Fernauslöserbuchse sowie das Bedienfeld an der Kamerarückseite. Natürlich ist das Kameragehäuse gegen Spritzwasser und Staub geschützt. Lediglich für Video – Fotografen dürfte das Modell nicht alle Wünsche erfüllen. Aufnahmen sind nur in Full HD (1920×1080 Pixel) mit 30 Vollbildern pro Sekunde drin; nur im Zeitrafferfilm ist eine 4K -Auflösung möglich. Hier liegt die Konkurrenz mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde und Video 4K-Auflösung (3840×2160 Pixel) im Vorteil.
Dennoch: Pentax könnte mit der K-1 einige Fotografen anlocken und den einen oder anderen zu einem Systemwechsel animieren.

Alle technischen Details gibt es hier…

 

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