Blitzer / Radarfalle

Hier wird geblitzt…

Im Radio wird vor ihnen gewarnt, auch diverse Handy-Apps sollen vor mobilen Blitzern schützen. Festinstallierte Blitzer sind oft im Navigationssystem gespeichert und melden rechtzeitig die Geschwindigkeitsüberwachung. Jetzt gibt es einen Blitzer vor dem kein Radarwarner schützen kann, kein Radiosender wird ihn melden und auch die Blitzer-App bleibt stumm. Der Grund ist simpel.
Der Blitzer wird vom Autofahrer bewusst und kontrolliert ausgelöst. „Wie jetzt?“, werden Sie fragen. Einen Blitzer zum Selbstauslösen? Was soll das denn?

„HelloFlash“ nennt sich das Unternehmen, deren Blitzer jeden erwischt. Man kann sogar geblitzt werden, ohne das Auto zu fahren oder überhaupt den Motor gestartet zu haben. Die Radarfalle wird in einem Abstand von drei bis vier Metern vor dem Fahrzeug aufgebaut. Im Auto befindet sich der Funkauslöser, der die Kamera und den bekannten rot-orangen Blitz auslöst. Der Fahrer kann selbst entscheiden, wann er geblitzt werden möchte. Auch die Geschwindigkeit kann selbst gewählt werden. Frei nach dem Motto:“Mein Maserati fährt 210, schwupp die Polizei hat´s nicht gesehen… das macht Spaß…“

Entwickelt wurde „HelloFlash“ eigentlich für Autohäuser und Niederlassungen. Aber auch Privatpersonen können den Blitzer für Veranstaltungen mieten. Der „HelloFlash“-Blitzer sieht dem Original zum Verwechseln ähnlich. Mit dem Unterschied, dass er zwar ein echtes Blitzerfoto schießt, aber weder Bussgeldbescheid, noch Punkte oder Fahrverbot folgen. Der Spaßfaktor ist entscheidend. Geblitzt werden ohne Konsequenzen. Auch auf Hochzeiten wird der Blitzer gerne als Photobooth gebucht. 

Autohäuser buchen den Service vor allem als Marketing-Gag. Zum Beispiel bei der Präsentation eines neuen Fahrzeuges. Der zukünftige Kunde kann sich im Neufahrzeug sitzend sein eigenes Blitzerfoto machen lassen. Das fertige Schwarz-Weiß-Foto mit Datum, Uhrzeit und Wunschgeschwindigkeit kommt nach wenigen Sekunden aus dem Drucker oder nach der Veranstaltung per Post nach Hause. Der Gag kommt an und ist für Automarken ein enormes Werbeinstrument. Denn schließlich will jeder stolz sein Blitzerfoto mit seinen Freunden teilen, per WhatsApp verschicken oder bei Facebook hochladen. Der Werbeeffekt ist garantiert, schließlich ist auf dem Foto nicht nur das neue Fahrzeug der Marke XY zu sehen, sondern auch der Standort der stationären Blitzanlage, nämlich die Adresse des Autohauses wo man das Fahrzeug Probefahren und kaufen kann.

Der Blitzer-Service ist allerdings nicht ganz billig. Die Tagesmiete beträgt zwischen 600 und 800 Euro. Weitere Infos unter www.helloflash.de 

 

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