Güterzug erfasst drei Kinder in Kirchweyhe

Kirchweyhe 5. Mai 2004.

Gegen 14.30 Uhr spielen drei vierjährige Jungen, darunter zwei Zwillinge, auf den Gleisen nahe einer Wohnsiedlung in Kirchwehye. Durch ein Loch im Zaun sind sie auf die Bahngleise gelangt. Sicher hatten ihre Eltern ihnen verboten dort hinzugehen; sie taten es dennoch. Drei Minuten später rast ein Güterzug heran. Der 53-jährige Lokführer sieht die Kinder auf den Gleisen, reagiert sofort und leitet eine Notbremsung ein. Doch der tonnenschwere Zug hat einen zu langen Bremsweg und erfasst die Kinder. Alle drei sind auf der Stelle tot. Der Lokführer erleidet einen schweren Schock.

Als ich an der Unfallstelle eintreffe, sind Polizei und Notarzt bereits vor Ort. Noch heute sehe ich die Bilder vor mir. Der Vater eines der Kinder rennt zur Unfallstelle. Die Verzweiflung in seinen Augen werde ich nie vergessen. Dann bricht er am Gleis zusammen. Notfallseelsorger betreuen ihn. Neben den abgedeckten Leichen sitzt der Vater der anderen Kinder.

Das Bild brennt sich in mein Gedächtnis…

 

06.05.2004 Kirchweyhe bei Bremen. Blumen liegen an der Unfallstelle am Bahngleis.
06.05.2004 Kirchweyhe bei Bremen. Blumen liegen an der Unfallstelle am Bahngleis. copyright firstclasspicture.com