Vita

Marcus Posthumus
Jahrgang 1976
Niederländer

Man kann ihn nicht mit Worten beschreiben. Man muss ihn kennen lernen. Sein Leitsatz von Helen Keller “Life is either a daring adventure or nothing at all” trifft es am besten. Marcus Posthumus ist nicht nur Fotograf. Er ist Entertainer, Künstler und Handwerker. In seiner Werkstatt in der Nähe von Frankfurt entstehen unter anderem die Kulissen für Fotoshootings. Es sieht dort aus wie im Hause “Bastelfroh”. Seine alte Hobelbank – ein Erbstück aus Nachkriegszeiten – ist zugleich Holz- und Metallschmiede und dient als Experimentierplatz für Elektronikbasteleien. Zwischen den Holzspänen liegen Platinen, Transistoren, Widerstände und Kabelreste. Hier entstehen auch die Gadgets für Fotoexperimente und Gegenstände des alltäglichen Lebens. Angefangen bei selbstgebauten elektrischen Gardinen bis zur computergesteuerten Bewässerung seiner Pflanzen baut er seine Welt wie sie ihm gefällt. Es gibt Geheimfächer und Wände, die sich wie bei Indiana Jones verschieben… an Ideen mangelt es nicht.

 

Der Fotograf 
Als Fotograf begann der smarte Holländer Ende der 90er Jahre bei der Stadtillustrierten BREMER. Damals wurde noch analog auf Film belichtet und es gab noch keine Internetmagazine. Er fotografierte auf den angesagtesten Parties der Stadt. Der Status des Szenefotografen rangierte gleich hinter dem des DJs und des Barkeepers. Jeder wollte sich in der neuen Ausgabe sehen. Platz gab es aber nur für wenige Fotos und meistens waren es hübsche Frauen, die das Privileg hatten, gedruckt zu werden. Es war die Zeit, in der es etwas Besonderes war, sich auf einem Foto im Stadtmagazin zu sehen. Die späteren Internet Partyseiten mit Hunderten Fotos zerstörten diesen Mythos. Mit Einzug der ersten bezahlbaren Digitalkameras um die 3000 Mark konnte Posthumus fortan Fotos in Echtzeit produzieren und sofort anbieten. Es begann eine neue Zeit.

 

Nordnews TV, Bremer Nachrichtendienst, ddp und BILD
Zunächst arbeitet er als freier Fotojournalist für die Fernsehnachrichtenagentur Nordnews TV, später für den Bremer Nachrichtendienst und für die Nachrichtenagentur ddp. Schließlich wird die BILD Zeitung auf ihn aufmerksam. Holger Blöhte holt ihn zu BILD Bremen, wo er über zehn Jahre als freier Fotograf tätig war. Die Zeit als Fotojournalist war geprägt von menschlichen Schicksalen. Er sah die Abgründe der Gesellschaft ebenso wie Momente der Freude und des Glücks. Aber auch schwere bis tödliche Unfälle, Brände, Überfälle und Mord gehörten fortan zum Tagesgeschäft. Manche Erlebnisse blieben ihm für immer im Gedächtnis. Da war der Angriff eines schwarzen Leoparden den er verletzt überlebte… oder das Treffen mit Michail GorbatschowBis heute unvergessen ist auch die Begegnung mit dem Holzklotzmörder von Oldenburg, die toten Kinder am Bahngleis in Kirchweyhejenes Feuerdrama in Bremen im August 2005 und der Taximord von Osnabrück. Besonders aber der Fall des Kindermörders Marc Hoffmann bleibt in trauriger Erinnerung.



Der Paparazzo

Als Paparazzo auf einem Boot vor Sardinien.

Noch während seiner Schaffenszeit bei BILD entdeckte Posthumus ein neues Betätigungsfeld, welches weitaus lukrativer und noch spannender war. Der Paparazzo in ihm war geweckt. Die Kunst war es, unbemerkt Fotos von Prominenten zu machen, die zudem noch eine Geschichte erzählten. Seine Arbeit war eine Mischung aus Privatdetektiv und Fotograf. Das Beschaffen von Information war eine Voraussetzung, das Beherrschen der Kamera in Extremsituationen eine andere. Im Jahr 2010 erlangte Posthumus selbst Ruhm als der Sender RTL eine Reportage über ihn drehte.

Um Informationen zu erhalten, musste er sich oft aufwändig tarnen, manchmal eine fremde Identität annehmen oder sich verkleiden, um nicht aufzufliegen. Posthumus besitzt eine gesunde Menschenkenntnis, einen ausgeprägten Beobachtungssinn und beherrscht Verwandlungskünste wie ein Chamäleon. Allein durch gewisse Fragetechniken ist er in der Lage, Informationen zu erhalten, die sein Gegenüber ihm unbewusst preisgibt. Er arbeitete sehr präzise, führte exakte Protokolle und war stets auf fast jede Situation vorbereitet. Ein Moment auf den er nicht vorbereitet war, kostete ihn im März 2011 in Brasilien fast das Leben.

Weitere wichtige Eigenschaften waren Ausdauer und Beharrlichkeit. Stundenlanges Warten, manchmal auch über Tage oder Wochen waren keine Seltenheit. Nur so gelangen die exklusiven Fotos von Sarah Connor, Boris Becker, Jenny Elvers oder großen Stars wie Johnny Depp, Tom Cruise, Cameron Diaz, Arnold Schwarzenegger, Ashton Kutscher, George Clooney, Lady Gaga und Heidi Klum… um nur einige zu nennen. 

 

Paparazzo ade, die Zeit danach

Verlegung von Natursteinpflaster bei einem Kunden.

Seine Erfahrung im Paparazzi-Segment brachte ihm auch ganz andere Aufträge. Das Observieren von Prominenten unterscheidet sich nicht von der Observation untreuer Ehemänner oder Ehefrauen. Es hat vielmehr mit Professionalität zu tun. Dank seiner jahrelangen Erfahrung in Recherche, Observation und Verfolgung wird er auch als Detektiv gebucht, um eindeutige Beweise zu liefern. Mit seiner Fotoausrüstung und den sehr lichtstarken, hochwertigen Canon Objektiven bis 800 mm Brennweite ist er prädestiniert für das Schießen von Fotos aus weiter Entfernung. Sowohl Privatkunden als auch Versicherungen nutzen seine Dienstleistungen. Ferner entwickelte sich ein weiteres Betätigungsfeld des Ex-Paparazzo. Heute berät er Promis, wie sie sich vor Abschüssen durch Paparazzi schützen können, woran sie Fotografen erkennen und wie sie unbemerkt an ihnen vorbei kommen. Auch beim Kauf einer Immobilie berät Posthumus, ob das Objekt vor Paparazzi sicher ist oder was verändert werden sollte.

Er hält Vorträge an einer privaten Hochschule, entwirft extravagante Möbelstücke, verwirklicht kreative Wohnideen, gestaltet Gärten und fotografiert immer noch…
Heute arbeitet er als Lifestyle- und Businessfotograf und bietet Unternehmen visuelle Lösungen an. Sowohl Deutschlandweit als auch international ist seine Persönlichkeit gefragt. Das unkomplizierte Arbeiten, sein Humor und seine Kreativität sind bei Kunden besonders beliebt. Unterdessen
 hat er auch wieder seine Leidenschaft für die “richtige Fotografie” entdeckt. Wenn es die Zeit zulässt, packt er seine alte Mamiya RB67 Mittelformatkamera nebst Zubehör ein und belichtet wieder Rollfilme. Auch Mode- und Modelshootings macht er zum Teil wieder mit der rund vierzig Jahre alten Kamera. 

 

Neben der Fotografie ist seine große Leidenschaft das Reisen. Gerne verbringt er einige Wochen im Jahr in Irland auf Fotoreise. Hier tankt er neue Energie und genießt die Abgeschiedenheit der Natur. Der perfekte Ausgleich zum turbulenten Alltag. Überall steckt etwas Bewundernswertes, das darauf wartet von ihm entdeckt zu werden. Als Fotograf findet er in allem etwas Schönes, Interessantes oder Außergewöhnliches. Wer ihn einmal persönlich kennen lernen möchte, kann ihn gerne als Fotograf buchen.

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